Man kann auch verschiedener Meinung bleiben
Dominic Jankowski ·
Ein Gespräch muss nicht damit enden, dass einer den anderen überzeugt hat. Manchmal werden die Gründe auf beiden Seiten deutlicher, während die unterschiedliche Einschätzung bestehen bleibt. Auch dann kann die Unterhaltung etwas gebracht haben.
Bei einer neuen Idee achtet der eine vielleicht besonders auf die Möglichkeiten, während der andere zuerst die Verpflichtungen sieht, die daraus entstehen. Beides gehört zur Sache. Schwierig wird es, wenn aus dieser unterschiedlichen Gewichtung sofort ein Urteil über den anderen wird: Der eine sei grundsätzlich leichtsinnig, der andere wolle ohnehin nie etwas verändern.
Ich finde es interessanter, zu verstehen, worauf eine Einschätzung beruht. Vielleicht fehlt eine Information, vielleicht unterscheiden sich aber auch die Ziele. Das lässt sich nicht immer wegdiskutieren. Für eine gemeinsame Entscheidung braucht es dann eine Vereinbarung, mit der beide umgehen können, und keine gespielte Einigkeit. Außerhalb solcher Entscheidungen darf ein Unterschied auch einfach stehen bleiben.
Dein Gedanke dazu