Zu einem Buch zurückkehren
Dominic Jankowski ·
„Der Millionär und der Mönch“ habe ich mehrfach gelesen, obwohl mir die Geschichte längst bekannt ist. Was mich wieder zu dem Buch führt, ist weniger die Handlung als der Blick auf die eigenen Ansprüche. Wie viel muss tatsächlich erledigt werden, und wie viel erwartet man von sich selbst, ohne es noch zu hinterfragen?
Besonders angesprochen hat mich der Gedanke, nicht alles kontrollieren und möglichst perfekt haben zu müssen. Das klingt beim Lesen zunächst einfach. Im Alltag kann es trotzdem einen Unterschied machen, sich diese Frage noch einmal in Ruhe zu stellen, statt die eigenen Erwartungen wie unveränderliche Vorgaben zu behandeln.
Deshalb empfinde ich das Buch als erdend. Es liefert mir bei einer weiteren Lektüre nicht zwangsläufig etwas Neues, bringt aber einen Gedanken zurück, den ich wichtig finde. Ein bereits gelesenes Buch muss für mich nicht erledigt sein, nur weil ich weiß, wie es ausgeht.
Dein Gedanke dazu